Vasaloppet 2019

TRADITION SEIT 1922

 

Traditions- und Volkslanglauf von Sälen nach Mora

 

Britta Johansson Norgren & Tore Björset Berdal siegen beim Vasalauf 2019

 

Die 15 900 Starter des größten Volksskilanglaufs in Mittelschweden hatten bei der 95. Ausgabe mit besonderen Verhältnissen zu kämpfen. In der Nacht zum Sonntag setzte der angekündigte Schneefall ein und begleitete die Teilnehmer auch während des gesamten Rennens.

 

Bei den Elitedamen setzte sich Norgren frühzeitig von ihren Mitstreiterinnen ab und lief ein einsames Rennen an der Spitze. Sie siegte vor Lina Korsgren und Korsgren und KATEŘINA SMUTNÁ.

 

1. BRITTA JOHANSSON NORGREN - LAGER 157 SKI TEAM 4:54:24.7 , 2. LINA KORSGREN - TEAM RAMUDDEN 4:58:11.8 ,

3. KATEŘINA SMUTNÁ - ED SYSTEM BAUER TEAM 4:58:13.

 

Bei den Herren sorgte eine grandiose taktische Leistung durch Team Koteng für den Erfolg von TORE BJØRSETH BERDAL. Etwa fünf Kilometer vor dem Ziel konnte er sich mit einem Zwischensprint vom Feld absetzen und, im Gegensatz zum Vorjahr, den Vorsprung ins Ziel bringen. Mit ihm auf dem Podium konnten die Teamkollegen Hoelgaard und Syrstad feiern.

1. TORE BJØRSETH BERDAL - TEAM KOTENG 4:39:15.8 , 2. STIAN HOELGAARD - TEAM KOTENG 4:39:26.4 ,

3. TORLEIF SYRSTAD - TEAM KOTENG 4:39:27.5

 

 

Beim wohl grössten Skilanglaufrennen der Welt, dem legendären Vasaloppet sind am Sonntag wieder um die 16.000 begeisterte Skilangläufer auf die 90km lange Strecke von Sälen nach Mora gestartet.

 

Wie jedes Jahr war es wieder unser Saisonhighlite und wir haben alles getan um so gut wie möglich mit den Top Profiteams aus Skandinavien mitzuhalten.

 

Durch unsere frühe Anreise vergangenen Mittwoch konnten wir uns im Team gemeinsam voll und ganz auf die Streckenbesichtigungen, Skitests, Trainingseinheiten etc. konzentrieren und uns optimal auf das Rennen vorbereiten.

 

Da am Renntag mit starkem Schneefall zu rechnen war, entschieden wir uns die Rennwachse erst in der Nacht zu testen, als der Schneefall einsetzte. Danach wurden die Rennski bis zum morgen optimal präpariert. Dieser Einsatz zahlte sich im Rennverlauf voll aus, denn unser Team hatte mit Abstand die schnellsten Ski im Starterfeld.

 

Unsere jungen Athleten Erik (Platz 25.), Robin (Platz 63.), Michi (Platz 69.) und Jessi (Platz 51.) erreichten starke Ergebnisse, wo wir sehr stolz darauf sind.

 

Wir danken allen die uns diesen Vasalauf ermöglicht haben und uns begleitet haben.

Jessica Wirth: "Ich bin zufrieden..."

 

"Für mich war es mit Platz 55. und einer Zeit von 6:31 Std mein härtestes und längstes Rennen überhaupt.

Trotz der schweren Bedingungen war es wieder ein besonderes Erlebnis, die 90km von Sälen nach Mora mit so vielen verrückten langlaufbegeisterten Schweden und Norwegern an der Strecke, zu bewältigen.

 

Vielen Dank an das weltklasse Technikerteam für die Extranachtschicht und die superschnellen Raketen."

Michael Kuisle: "Alles kann passieren..."

 

Oberste Regel beim Vaslauf: Alles kann passieren. So auch dieses Jahr. Während wir an den ersten Tagen noch perfekte Bedingungen hatten mit Sonne und schnellen, eisigen Spuren, änderte sich das Wetter am Renntag komplett. Dauerhafter Schneefall und starker Wind machten das Rennen in diesem Jahr zu einer harten Geschichte.

 

Zu Beginn des Rennens konnte ich mich gut einordnen und überstand den Startberg ohne Probleme. Zunächst lautete die Taktik so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Als sich Petter Eliassen aber immer weiter an die Front schob, entschied ich mich dazu, auch weiter vorne positioniert zu sein. Beim ersten Ski Classics Sprint in Mangsbordana war ich dann – zufällig – voll dabei im Geschehen und konnte mit einem 5. Platz meine ersten Sprintpunkte einlaufen.

 

Die erste richtige Tempoverschärfung gab es dann zur Hälfte des Rennens, diese verpuffte aber wenig später im starken Wind.

 

Meine ersten Probleme hatte ich dann ab km 60, ab dort ich dann auch die Spitzengruppe ziehen lassen musste. Durch zu viel Aufwand in der ersten Hälfte, musste ich dann auf den letzten Kilometern extrem kämpfen um noch ein einigermaßen ordentliches Tempo laufen zu können und um nicht zu viele Plätze zu verlieren. Insgesamt konnte ich als 69ter in Mora über die Ziellinie laufen.

 

Eventuell wäre mehr drinnen gewesen, aber ich wollte bei einer Tempoverschärfung in der ersten Phase durch Eliassen bereit sein. Dass es ein Spiel mit dem Feuer ist, war mir klar. Dieses Mal verbrannte ich mich etwas, aber es wird in Zukunft noch mehrere Vasaläufe geben, bei denen ich mich noch ein Stück schlauer verhalten kann.

Robin Frost: "Mein erster Vasa ... ich bin zufrieden..."

 

"Trotz der schweren Bedingungen war mein erster Vasa ein besonderes Erlebnis. Wie bei meinem Lieblingsrennen - dem Birkebeinerrennet - war die Unterstützung durch die langlaufbegeisterten Schweden und Norweger entlang der 90km von Sälen nach Mora außergewöhnlich und unheimlich motivierend.

 

Das Rennen verlief in etwa so, wie es mir der Vasa erfahrene Erik Melin vorher geschildert hat. Du kannst das Rennen nicht wirklich lesen ... am Anfang bestimmen Läufer das Geschehen, die dann im Finale keine Rolle mehr spielen, während sich die "großen Jungs" zurückhalten, dann aber mal so richtig Gas geben und im entscheidenden Moment zur Führungsgruppe aufschließen können.

 

Ich bin mit meiner Renneinteilung und der Platzierung - 63. Platz - zufrieden , hatte sehr gute Ski, und konnte mich zum Ende des Rennen um etliche Positionen verbessern.

 

Vielen Dank an das Technikerteam ( Sepp, Marek und Sven ) für die Nachtschicht und die superschnellen Skitrab`s , das Verpflegungsteam im Haus und an der Strecke sowie das "Topteam der Betreuer" - Carolin & Christian Kuisle ."

Fotos von Magnus Oesth - Vismaskiclassics