REISTADLØPET

04.2017

01

REISTADLØPET "Pure Arctic Madness"

Justyna Kowalczyk und Petter Eliassen gewinnen REISTADLØPET !

Thomas sichert sich einen starken 39. Platz!

Bilder - Magnus Östh & Elisabeth Frost I Bericht - Michi Kuisle

Reistadløpet - - zwölftes Event der Visma Ski Classics Saison 2016/17, sehr anspruchsvolle 50 Km im "Wintermärchenland am Polarkreis" zwischen Setermoen und Bardufoss im Norden Norwegens.

 

Mit drei Athleten, Thomas Gifstad , Michael Kuisle und Robin Frost , reiste Team Forever Nordic zum Premierenrennen des Reistadløpet im Rahmen der Visma Ski Classics Rennserie.

 

Thomas konnte, nach Verletzungspause, mit einem starken 39 Platz überzeugen. Michi und Robin sammelten reichlich Erfahrung, bei Taumwetter und idealen Langlaufbedingungen, nach teilweise chaotischer Anreise mit stundenlangen Straßensperrungen und Konvoifahrten in Schrittgeschwindigkeit.

 

"Pure Arctic Madness"

 

( Bericht Michi Kuisle )

 

Bereits am Mittwoch begann für mich die Reise in den hohen Norden nach Bardufoss. Die erste Etappe ging von München nach Oslo, wo ich eine Nacht bei Thomas verbrachte, und wir am nächsten Tag gemeinsam weiter über Bardufoss nach Setermoen reisten.

Dort angekommen begrüßte uns der tiefste Winter. In den letzten Tagen hatte es knapp einen Meter Neuschnee gegeben und wir trafen auf traumhafte Landschaften mit perfekten Langlaufbedingungen.

Dies war Ende März für uns ein wares "Wintermärchen am Polarkreis" und wir genossen gleich die erste Trainingseinheit im Tiefschnee.

 

Am nächsten Tag traf ich dann auf Robin und wir gingen zum Skitesten in die Nähe des ersten Zwischensprintes, des Reistadløpets. Nach einer Teilbesichtigung der Strecke war uns schnell klar, dass wir dieses Mal mit Doppelstock schieben nicht weit kommen würden und entschieden uns dazu, mit Steigwachs die wohl anspruchsvollste Strecke der Saison zu bewältigen. Dies war im Nachhinein auch die einzig richtige Entscheidung, da grösstenteils selbst die Athleten der führenden Profiteams mit Steigwachs auf die 50km lange Strecke gingen.

 

Bevor es am Freitag auf das Team Captains Meeting im Startort Setermoen ging, durften wir die Begeisterung für dieses Event hautnah erleben. Unter dem Namen „Volksfest Reistadloppet“ war im sonst eher ruhigen Ort einiges geboten: eine Langlaufstrecke für ein Kinderrennen ging nur wenige Meter vor unserer Hoteltüre vorbei, der Wachstruck des norwegischen Skiverbandes war aufgebaut und das Militär, welche bei der Organisation des Rennes stark eingebunden war, parkte an mehreren Stellen ihre Panzer und Geschütze. Von dieser Stimmung könnte man sich in Deutschland was abschauen. (-;

 

Am Renntag selber erwarteten uns bestpräperierte Strecken und optimale äußere Bedingungen bei unserem Marsch durch die Gebirgszüge Nord Norwegens. Während den ersten 10 flacheren Kilometern konnte sich Thomas mit mir gut am Ende der Spitzengruppe positionieren. Eine gute Renneinteilung war gefragt!

Es folgte der erste richtig lange und steile Anstieg (6km lang, 500hm) hinauf auf den Orta Gipfel. Der spätere Sieger Petter Eliassen sowie Simen Oestensen, Anders Aukland und Lucas Bauer setzten sich an die Spitze und liefen einen grossen Vorsprung heraus und das Verfolgerfeld zog sich durch die anspruchsvolle Strecke schnell in die Länge.

 

Ich selber tat mich zu Beginn etwas schwer einen guten Abdruck zu finden, doch mit zunehmender Renndauer gelang mir das immer besser. Nach Erreichen des ersten Gipfels folgte eine längere Abfahrt, zur deren Ende wir von Elisabeth und ihrem Bruder Johannes mit Getränken und Gels verpflegt wurden. Das die Beiden goldrichtig standen, zeigt sich als mir 100 Meter nach ihnen ein Stock abgefahren wurde und ich somit schnell einen Neuen bekam. Auf den folgenden Kilometern standen dann nämlich fast keine Leute am Streckenrand und ich hätte ein kleines Problem gehabt.

Am zweiten Teilstück der Strecke, einem weiteren 4km langen Anstieg, spührte ich dann so langsam meine Beine bei der doch eher ungewohnten Diagonaltechnik. Also grätschte ich, die mir am Ende fast endlos vorkommenden Anstiege mit zittrigen Beinen nach oben. Am höchsten Punkt angekommen folgte nur noch eine lange Abfahrt ins Ziel, in der ich mit einem guten Ski noch einige Plätze gut machen konnte.

Dort standen dann mit dem 39. Platz für Thomas, dem 73. Platz für Robin und dem 59. Platz für mich ein akzeptables und hart erkämpftes Ergebnis zu Buche.

 

Bereits heute machten wir uns auf den Weg nach Finnland, wo am Mittwoch ein weiterer Teil des Teams auf uns treffen wird. Am Samstag findet dann im hohen Norden Finnlands, dass 67km lange Visma Ski Classic Final Rennen, "Ylvass-Levi " statt, wo wir dann fast mit dem kompletten Team einen hoffentlich tollen Saisonabschluss haben werden.

 

Bilder - Magnus Oesth I Visma Ski Classics & Elisabeth Frost