Marcialonga

Foto Magnus Oesth I Visma Ski Classics

Marcialonga

Brita Johansson-Norgren und Petter Eliassen gewinnen Marcialonga

 

Fleimstal (Val di Fiemme) und im Fassatal (Val di Fassa) in den Dolomiten - Italien.

Die Führenden in der Gesamtwertung Brita Johansson Norgren - Team Lager 157 und Petter Eliassen - Team BN Bank , gehen als Sieger des diesjährigen Marcialonga hervor.

 

Petter Eliassen schlug vom Start weg ein sehr hohes Tempo an, lief viele Kilometer an der Spitze der Führungsgruppe und konnte sich im finalen Anstieg von den beiden verbleibenden Konkurrenten um den Tagessieg, Andreas Nygaard und Oskar Kardin, absetzen.

 

Michi belegte als bester Deutscher Rang 56.

 

1. PETTER ELIASSEN - TEAM BN BANK, 2:45:54.9 I 2. ANDREAS NYGAARD - TEAM RAGDE EIENDOM, 2:46:25.6 I 3. OSKAR KARDIN - TEAM RAGDE EIENDOM, 2:46:40.3 I 4. TORD ASLE GJERDALEN - TEAM RAGDE EIENDOM, 2:47:10.0 I 5. ANDERS AUKLAND - TEAM RAGDE EIENDOM, 2:47:14.6

 

 

Brita Johansson-Norgren gewinnt zum dritten Mal

 

Im Eliterennen der Damen sorgte die Gesamtführende der Visma Ski Classics für eine frühzeitige Entscheidung, als sie sich vom Feld absetzte und viele Rennkilometer alleine bestreiten musste. Am ehesten folgen konnte ihr noch Lina Korgren, die als Teil einer Männergruppe den Abstand zur Führenden verkürzen konne. Als sie deren Tempo dann nicht mehr ganz mitgehen konnte vergrößerte sich der Abstand nach vorne auch wieder deutlich und Johansson - Norgren feierte einen ungefährdeten Sieg.

 

Jessica belegte als beste Deutsche Rang 31.

 

1. BRITTA JOHANSSON NORGREN - LAGER 157 SKI TEAM, 3:11:17.9 I 2. LINA KORSGREN - TEAM RAMUDDEN, 3:12:37.6 I 3. ASTRID ØYRE SLIND - TEAM KOTENG, 3:13:49.4 I 4. KATEŘINA SMUTNÁ - ED SYSTEM BAUER TEAM, 3:15:05.6

 

Fotos Magnus Oesth I Visma Ski Classics & Frank Stifft

Event Partner von Team Forever Nordic

Bericht von Sven Münch

Go Kuisle go ... Gå Erik gå

Am Sonntag fand mit dem Marcialonga im italienischen Val di Fiemme eines der beliebtesten und schönsten Langdistanzrennen unseres Rennkalenders statt. Dies war zugleich auch das dritte Rennen der Sonderwertung Visma Alp Trophy.

 

Dieser prestigeträchtige Skimarathon ist einer der größten Skilanglaufveranstaltungen überhaupt und die 70 km Wettkampftrecke, wurde dieses Jahr komplett mit Kunstschnee ausgelegt, was es für die Serviceteams nicht gerade einfach machte und viele Stunden Tests in Anspruch nahm.

An dieser Stelle schon einmal ein riesiges Dankeschön an Sepp, Selli und Sven, die wieder rund um die Uhr das Optimum für die Athleten herausgeholt haben.

Am Renntag starteten die Elite Damen um 7:50 Uhr, 10 Minuten vor den Elite Herren.Es wurde von Anfang an ein enorm hohes Tempo von den Top Teams vorgegeben, bei dem wir keine Chance hatten, die Spitzengruppe von ca. 20 Läufern zu halten, um wie im Radsport ein wenig Windschatten zu genießen.

In den nächsten Gruppen haben wir dann versucht ein Wörtchen mitzureden und jeder Einzelne hat alles gegeben um ein gutes Marcialongaergebnis zu erkämpfen.

Erik (Platz 44.) und Michi (bester Deutscher mit Platz 56.) waren unsere besten Athleten bei den Herren. Die beiden waren zwar nicht ganz zufrieden, können aber trotzdem Stolz auf Ihre Leistung sein, da Sie kämpferisch alles gegeben haben und das Leistungsniveau beim Marcialonga sehr groß ist.

Bei den Mädels wurde Jessi mit Platz 31. beste Deutsche. Anni belegte den 39. Platz. Beide haben alles gegeben und blicken auf einen harten, anstrengenden Marcialonga zurück, der unseren jungen Mädels alles abverlangte und sehr viel Kraft kostete.

Jetzt heißt es ein wenig regenerieren um in den kommenden Rennen wieder Gas geben zu können.

Ein großer Dank geht auch an Carolin, Christian, Frank und Paul, die uns erstklassig betreut haben und unser Team dadurch sogar bei den skandinavischen Top Teams großes Lob und Anerkennung bekommt.

 

 

Ann Cathrin Uhl: "Ich bin zufrieden..."

 

“Der Marcialonga war eine tolle neue Erfahrung für mich. Mit 8000 Startern war es das größte Langlaufrennen an dem ich je teilgenommen habe.

 

Aber nicht nur die Starterzahl, sondern auch die unglaubliche Atmosphäre und Organisation haben mich beeindruckt. Unzählige italienische Fans haben uns während des Wettkampfs zugejubelt und die 70 Kilometer Kunstschneeloipe war top präpariert.

 

Leider forderte mich die lange Distanz sehr, da ich noch nie zu vor 70km im Wettkampf gelaufen bin. Noch fehlt es mir an meiner Doppelstocktechnik und der Marathonerfahrung.

 

Deshalb hoffe ich, dass ich so viel wie möglich von meinen Teamkollegen lernen kann. Im Ziel konnten wir jegliches Leiden bei guter italienischer Pizza schnell vergessen.

 

Die lange Fahrt ins sonnige Trentino ist auf jeden Fall eine Reise wert!

 

Glückwunsch an meine Teamkollegen für die tollen Ergebnisse!”

Auf einer beeindruckend präparierten Loipe fand am Sonntag der legendäre Marcialonga in Val di Fassa und Val di Fiemme statt.

 

Mit einem italienischen Volksfest entlang der Strecke konnte ich die 70km als 31. Läuferin, in einer Zeit von 4:00:40 Std, als beste Deutsche, überqueren.

Vielen Dank an Sven, Sepp, Selli, Frank, Carolin und Christian für die super Betreuung und die Raketenski!

 

Nun freue ich mich auf die Deutsche Meisterschaft im Skimarathon, die am kommenden Wochenende in Oberammergau stattfindet.

Bei perfekten äußeren Bedingungen mit Temperaturen um den Gefrierpunkt und Sonnenschein ging der diesjährige Marcialonga am vergangenen Sonntag über die Bühne.

 

Nach enormen Sturmschäden und ausbleibendem Schnee hatten die Veranstalter alle Hände voll zu tun, einen reibungslosen Ablauf für die knapp 7000 Sportler zu organisieren.

 

Und das können die Italiener wirklich gut.

 

Selten brennt eine komplette Region für ein Wochenende, wie die Bewohner des Val di Fiemmes. Während den Streckenabschnitten, die uns direkt durch die Dörfer führten, standen viele Zuschauer am Streckenrand und feierten eine Art großes Volksfest. Vor allem am letzten Anstieg, der legendären Cascata, war der Geräuschpegel überwältigend.

 

Nachdem die Spitzenleute von Beginn an ein sehr hohes Tempo anschlugen, hatte ich zunächst mit der Positionierung zu kämpfen.

 

Gemeinsam mit einigen anderen Läufern brauchte ich bis kurz nach

der oberen Wende, um mich gemeinsam mit Erik in die Verfolgergruppe einzugliedern. Nachdem dies gelang, konnten wir gemeinsam mit 20 weiteren Athleten bis zur Wende nach Molina laufen.

 

Dort setzte langsam aber sicher die Müdigkeit ein und ich musste den letzten Anstieg alleine meistern.

 

Im Ziel stellte ich dann noch fest, dass mein Ski im oberen Viertel gebrochen war (im Nachhinein wusste ich auch wo dies passierte;) ), aber dies beeinflusste mein Rennen zum Glück

nicht.

Insgesamt bin ich mit dem 56. Platz im stark besetzten Marcialonga zufrieden und freue mich auf die kommenden Wochenenden.

Fotos von Frank Stifft & Sven Münch