Jizerska

02.2017

19

Jizerská Padesátka

Flo mit einem starken 30. Platz bester Deutscher. Unglücklicher Rennverlauf für Johannes und Robin ...

Bild @ Magnus Östh I Bericht - Robin

Höhen und Tiefen beim 50. Jizerska

 

Am Freitag machten wir uns mit dem Vereinsbus des SC Ruhpolding auf den Weg nach Liberec, zur

50. Auflage, des Jizerska.

 

Sven drohte mit starken Zahnschmerzen für das Wochenende auszufallen, doch wir beschlossen

gemeinsam, einen Umweg in Kauf zu nehmen, damit er sich beim Zahnarzt seines Vertrauens

behandeln lassen konnte.

 

Da sich die angeschlagenen Teammitglieder, Jessi und Thomas noch erholen, um beim Vasalauf

wieder fit zu sein, waren wir diesmal nur 3 Sportler.

Wir erreichten unser Hotel, unweit des Stadtzentrums von Liberece, in den frühen Abendstunden.

Alle bezogen ihr Zimmer und richteten gemeinsam den Wachsraum ein, so dass die Ski für den am

Samstag anstehenden Skitest, vorbereitet werden konnten.

 

Pünktlich zum Abendessen stieß auch Selli zu uns, der noch arbeiten musste, ehe er ins Isergebirge

reisen konnte.

 

Da zu erwarten war, dass der Schnee in den höheren Lagen der Strecke trockener sein wird als im

Start/Ziel Bereich, fuhren wir nach Smědava und testeten bei Kilometer 30 der Wettkampfstrecke

unser Material.

 

Am Nachmittag lockerten die Jungs und Katharina, mit einem kurzen Lauf ihre Beine und lauschten

ein wenig dem Konzert im Stadtzentrum.

 

Um 17:30 Uhr stand wieder das Team Captain`s Meeting an, welches Sven gemeinsam mit Elisabeth

besuchte.

 

Zum Abendessen machten wir uns gemeinsam zu dem uns schon bekannten Restaurant „Park“, in

unmittelbarer Nähe unseres Hotels, auf.

 

Nachdem Jeder gestärkt war, hieß es für Flo, Jo und mich, schnell ins Bett, während Selli noch mit

äußerster Präzision die Ski präparierte.

 

Am Renntag war die Aufregung wieder bei dem ein oder anderen deutlich zu spüren.

Um 7:30 Uhr rollten die Räder Richtung Start, nach Bedrichov.

 

Sven und Selli machten sich sofort bereit, um die besprochenen Verpflegungspunkte per Ski zu

erreichen.

 

Dies ist beim Jizerska eine große Herausforderung, da die Strecke kaum durch Straßen erreichbar ist.

So bleibt auch für die Serviceleute nur die Fortbewegungsmöglichkeit: Ski.

 

Die beiden machten etliche Kilometer, um für uns eine ausgezeichnete Verpflegung sicherzustellen!

Wir drei testeten unsere infrage kommenden Wettkampfski und wärmten uns danach auf.

 

Da über 4000 Sportler am Start standen, herrschte im Startareal reges Treiben und man musste

aufmerksam laufen um Zusammenstöße zu vermeiden.

 

Um 8:45 Uhr startete das Elite Feld der Damen, auf den anspruchsvollen 50km Rundkurs.

Kurz danach ertönte auch für die Herren, die Ski Classics Hymne, die immer wieder Gänsehaut

hervorruft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jo und ich kamen gut vom Start weg und reihten uns im Feld ein.

Flo kam unglücklich ins Rennen, da ein stürzender Läufer auf seinen Stock fiel und diesen abbrach.

Er bekam sofort einen Ersatzstock unserer Serviceleute, welcher leider etwas zu kurz war. Er

arbeitete sich rasch wieder nach vorne, konnte den Anschluss an die Spitzengruppe jedoch nicht

mehr herstellen.

 

Bei Kilometer 10 wartete Selli mit der ersten Verpflegung auf uns und Flo konnte seinen Stock gegen

einen Passenden austauschen.

Mir war es möglich, mich auf den ersten Kilometern am Ende des Führungs-Feldes festbeißen und lief

knapp hinter Flo zur ersten Verpflegung ein.

 

Leider mussten Jo und ich sehr schnell feststellen, dass wir absolut kein konkurrenzfähiges Material

an den Füßen hatten und uns wohl bei der Skiauswahl vergriffen hatten. Und so wurden wir, trotz

zurzeit körperlich sehr starker Form, von zig Rennläufern überholt. Schade um die Mühen und die

Chance auf ein gutes Resultat in den Punkten!

 

Für uns gilt es nun in aller Ruhe, das Rennen zu analysieren und aufzuarbeiten.

Flo zeigte, dass die Strecke, wie für ihn gemacht ist und arbeitete sich trotz der anfänglichen

Schwierigkeiten auf den überragenden 30. Platz vor!

 

Dies war somit sein bestes Ski Classics Resultat und zeigt, dass er sich in einer guten Form befindet!

 

Vielen Dank an den SC Ruhpolding, die uns freundlicherweise ihren Skiclubbus zur Verfügung stellten

und auch ein Danke, an alle Service-Team- Mitglieder für eure Unterstützung! Ohne euch, wäre vieles

nicht möglich!

 

Nun heißt es in den nächsten zwei Wochen gesund werden/ zu bleiben, gut zu trainieren und sich zu

erholen, um bei einem weiteren Saisonhighlight, dem legendären „Vasalauf“, topfit am Start zu

stehen.

Fotos @ Magnus Östh

Fotos - Elisabeth Frost