Birkebeinerrennet

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Rennberichte

03.2017

18

Birkebeinerrennet

Sundby und Kowalczyk dominieren Birkebeinerrennet. Robin erreicht sein Ziel und verbessert sich um 260 Plätze ... Thomas steigt vorzeitig aus dem Rennen aus ...

Lillehammer - Kleiner Teilerfolg und große Enttäuschung eng beieinander...

 

Mit zwei Startern stand Team Forever Nordic an der Startlinie zum traditionellen Birkebeinerrennet über 54 Kilometer von Rena nach Lillehammer. Der Überlieferung nach haben im Jahr 1204 die Birkebeiner den Königssohn Håkon Håkonsson auf dieser Strecke in Sicherheit gebracht. Für alle Teilnehmer ist das Tragen eines Rucksacks mit vorgegebenen Inhalt und Mindestgewicht von 3,5 kg Pflicht und wird bei der Ankunft in Lillehammer kontrolliert.

 

Sundby setzt sich früh ab

 

Das Rennen der Herren entwickelte sich schnell zu einer Vorstellung des Martin Johnsrud Sundby, der als Gewinner des Gesamtweltcups auf die Teilnahme am Finalwochenende in Kanada verzichtete und stattdessen für Team United Bakeries beim Birkebeiner startete.

 

Schon zur Hälfte des Rennens war er nur noch mit seinen Landsleuten Simen Oestensen und Petter Eliassen unterwegs, setzte sich mit einer weiteren Tempoverschärfung von den Verfolgern ab und ließ sich im weiteren Rennverlauf auch nicht mehr durch den Zusammenprall mit einem Ski-doo von seinem Weg zum Gewinn des Birkebeiner abbringen.

 

Deutlich gewann er mit 48 Sekunden Vorsprung vor Eliassen, der noch einmal zu Oestensen aufschließen konnte und ihm im Zielsprint keine Chance ließ. Bester Nicht-Skandinavier war der Tscheche Stanislav Rezac auf Rang 13.

 

Kowalczyk nicht zu schlagen

 

Ähnlich dominant wie Sundby bei den Herren war Justyna Kowalczyk bei den Damen. Die Polin konnte sich frühzeitig mit der Japanerin Masako Ishida absetzen. Während Ishida im weiteren Verlauf des Rennens ein Auf und Ab erlebte und schließlich auf Rang drei ins Ziel kam, konnte sich Kowalczyk absetzen und fortan einen großen Vorsprung herauslaufen. Im Ziel lag sie über vier Minuten vor der Schwedin Britta Johansson-Norgren, die wie besonders auf den flachen Abschnitten und Abfahrten glänzen konnte. Die Tschechin Katerina Smutna erreichte das Ziel auf Platz acht. Petra Tanner, vom Austria Ski Marathon Team aus Österreich lief auf PLatz 70. ins Skistadion von Lillehammer.

 

Robin erreicht persönliches Ziel

 

Mit der Verbesserung um 260 Plätze im Vergleich zum Vorjahr erreichte Robin zwar sein persönliches Ziel hat aber noch deutliches Entwicklungspotential.

 

Die besondere Schwierigkeit von Birkebeinerrennet ist, für "Nichtskandinavier" ohne großes Serviceteam vor Ort, die richtige Abstimmung der Ski auf die doch sehr unterschiedlichen Schneebedingungen in den einzelnen Rennabschnitten.

 

Auf die schwierige Startphase mit weichem Schnee und wenig Halt für die Stöcke folgte ab Kilometer 15 bis Sjusjøen der Rennabschnitt mit traumhaften Langlaufbedingungen gefolgt von der rasanten Abfahrt in den Zielbereich an der Olympiaskischanze von Lillehammer.

 

Thomas Gifstad sehr unglücklich

 

Nach dem euphorischen Rennverlauf beim diesjährigen Vasalauf mit Platz 24 startete Thomas mit dem Handicap einer Entzündung im Arm zu seinem Heimrennen. Von Robin bei Kilometer 15 erreicht musste er die Ausweglosigkeit erkennen, unter Schmerzen das Ziel zu erreichen und beendete an der Servicestation von Vater Tron, bei Kvarstad - km 28 - , den diesjährigen "Birkebeiner".

 

 

 

Bilder - Nordic People & Magnus Östh I Bericht - Bernd Frost

Bilder - Nordic People & Magnus Östh